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Marzahn-Hellersdorf – viel mehr als Platte Die Hönower Weiherkette |
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1. Die Hönower Weiherkette
Für unseren Spaziergang haben wir bewusst den bequemen, gut ausgebauten barrierefreien Weg mit barrierefreien Zugängen gewählt, um auch behinderten Naturfreunden und Müttern mit Kinderwagen Möglichkeiten aufzuzeigen, für sich diese interessante Naturlandschaft zu erschließen. Neben diesem ausgebauten Spazierweg ist das Gebiet der Hönower Weiherkette von einigen Naturpfaden durchzogen, deren wichtigste in dem Plan (Anlage 1) zu finden sind. Auf eine exakte Wegbeschreibung ist bewusst verzichtet worden, um dem Spaziergänger die Möglichkeit zu geben, selbst die eine oder andere im Text beschriebene Naturschönheit zu entdecken. Entlang der Wege finden wir auch hin und wieder Bänke zum Ausruhen und um die Landschaft zu genießen. Wir wollen hier nur eine kurze Beschreibung dieses interessanten Gebietes geben. Die Hönower Weiherkette ist eine abwechslungsreiche
Naturlandschaft mit Pfuhlen, Röhrichten, Gebüschen, Waldflächen und Wiesen
am Rande der Stadt. Mit der Hönower Weiherkette ist von diesem einmaligen Landschaftsraum noch ein größerer zusammenhängender Bereich erhalten. Auf einem 400.000 m2 großen Gebiet sind 12 Pfuhle vorhanden, die über den Haussee in Hönow und die Gewässer in Richtung Mehrow nach Norden hin Anschluss an die freie Landschaft haben. Auf historischen Karten ist das Gebiet als „Die kühlen Gründe“ bezeichnet, ein Hinweis auf die erhöhte Luftfeuchte und die relativ niedrigen Temperaturen.
1.1 Wie ein kreisrunder Krater – das Mummelsoll im Winter mit der für ein Toteisloch typischen Form Bei den gesundheitlichen Beschwerden, die durch das trockenwarme Stadtklima hervorgerufen werden, gewinnt ein solches Frischluftentstehungsgebiet mit ausgleichender, abkühlender Wirkung heute mehr denn je an Bedeutung.
1.2 Der Krautpfuhl, hier im Mai 2001 noch mit offener Wasserfläche; bis zum Sommer hin verlandet er immer mehr
1.3 Blühende Wasser-Schwertlilie am Obersee
Der besondere Reiz ist, dass verschiedene Entwicklungsstufen von
natürlichen Stillgewässern unmittelbar nebeneinander liegen. In der Hönower Weiherkette finden sich am und im Wasser
Pflanzenarten wie Breitblättriger Rohrkolben, Schilf, Ästiger Igelkolben,
Wasser-Schwertlilie, Scheinzyper-Segge, Gift-Hahnenfuß, Nickender
Zweizahn, Gemeiner Froschlöffel, Wasserfenchel, Schwanenblume und
Wasser-Knöterich. Umgeben wird die amphibische Welt von Wiesen, Gebüschen,
einem Hohlweg begleitet von alten Obstbäumen, Brachflächen und
Trockenrasen. Diese Habitatvielfalt und das Nebeneinander
unterschiedlicher Lebensräume macht das Gebiet ökologisch so interessant.
1.4 Der Untersee gehört aufgrund seiner artenreichen Vegetation zu den wertvollsten Biotopen Die unmittelbare Nachbarschaft zur Großsiedlung macht das Gebiet zu einem beliebten Naherholungsziel. Manche Freizeitaktivitäten sind allerdings für die Natur eine Belastung: das Erforschen von entlegenen Winkeln stellt für besonders scheue Tiere eine Störung dar, erschwert die Brutpflege und vertreibt dadurch empfindliche und seltene Arten. Auch das Angeln, was verbotenerweise an den offenen Gewässern stattfindet, stört diese empfindliche Landschaft und beunruhigt die Tiere. Ebenso vertreiben freilaufende Hunde seltene Tierarten; sie geben zumindest ihr Brutgeschäft durch die Störungen in diesem Gebiet auf. Um die Hönower Weiherkette in ihrer Vielfalt zu
erhalten, werden regelmäßig Pflegemaßnahmen durchgeführt. Standortfremde
Gehölze wie Eschen-Ahorn, Pappeln und Fichten werden entfernt, da sie sich
nicht als Lebensraum und Nahrungsangebot für die heimische Tierwelt
eignen. Unsere Tierwelt benötigt artenreiche Mischwälder mit heimischen
Baumarten und ausgeprägter Kraut- und Strauchschicht. In den
Hochstaudenfluren fühlen sich u. a. Feldschwirl und Stieglitz wohl. Zur Pflege dieser Landschaft gehört auch immer noch das leidige Müllsammeln – zu hoffen bleibt, dass Besucher und Anwohner von sich aus begreifen, wie viel Schaden in der Umwelt durch das achtlose Wegwerfen von Unrat angerichtet wird und sich die Müllsammelaktionen von freiwilligen Helfern im Naturschutz aufgrund eines intelligenten Mitbürgerverhaltens erübrigt. 1.5 Der Weidenpfuhl im Südosten der Hönower Weiherkette
Plan Hönower Weiherkette
(vergrößerte Darstellung) |
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