Bio-Kennzeichen bei Lebensmitteln

Um die hohen Anforderungen an ökologisch erzeugte Lebensmittel rechtlich abzusichern hat die Euopäische Union 1991 die Verordnung EWG Nr. 2092/91 (EG-Öko-Verordnung) erlassen. Diese Verordnung enthält Mindeststandards für Anbau und Verarbeitung und regelt die Kennzeichnung der Produkte und die Kontrolle der Betriebe. Die Ökoprodukte aus Nicht-EU-Mitgliedsstaaten (Drittländer) unterliegen strengen Kontrollen, die der EG-Öko-Verordnung gleichwertig sind. Die Bezeichnungen "ökologisch" und "biologisch" sind durch diese Verordnung rechtlich geschützt.

Im März 2000 hat die Europäische Union ein Gemeinschaftsemblem für Erzeugnisse des ökologischen Landbaus eingeführt.

In Deutschland können seit September 2001 Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft mit dem staatlichen Biosiegel gekennzeichnet werden.

Das deutsche staatliche Biosiegel ist dem EU-Biosiegel gleichberechtigt.

Verbraucher, die Produkte mit den Siegeln kaufen, können darauf vertrauen, dass diese zu mindestens 95% aus ökologischen Erzeugnissen bestehen, die den Vorschriften der amtlichen Kontrollregelung enstprechen.

Irreführende Bezeichnungen auf Lebensmitteln, die nicht auf Ökoprodukte hinweisen, sind beispielsweise:

  • aus kontrolliertem Anbau
  • von staatlich anerkannten Bauernhöfen
  • aus integrierter Landwirtschaft
  • aus alternativer Haltung
  • rückstandskontrolliert
  • ungespritzt

Lediglich die Kennzeichnung eines Produktes mit dem Code der EG-Öko-Kontrollstelle und meistens dem Abbild des Biosiegels gibt dem Verbraucher die Gewissheit, ein ökologisches Erzeugnis erworben zu haben.

Die Kontrollen werden durch die EG-Kontrollnummern auf den Produkten dokumentiert. Sie finden einmal im Jahr statt.

In Deutschland wird eine Kontrollnummer nach folgendem Schema verwendet:

DE-000-Öko-Kontrollstelle

Unsere komplette Broschüre finden Sie hier: