Aktuelle Studie in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Pankow erstellt

Das Umweltbüro für Berlin-Brandenburg e.V. führte im Auftrag der Wirtschaftsförderung des Berliner Bezirks Pankow eine Bestandserfassung der Verkaufsstellen am Mauerpark/Weinbergspark durch, die Coffee-to-go anbieten. Diese dient als Grundlage für die Entscheidung über die Installation eines Mehrweg-Poolsystems im Untersuchungsgebiet und liefert die Daten für die Durchführung des Pilotprojektes und die Entwicklung alternativer Mehrwegsysteme.

Am 13. Oktober haben wir zusammen mit den Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft am Lindenberger Weg ein schönes Fest gefeiert!
Es gab Kürbissuppe und ein reichhaltiges Büffet der Bewohner, getanzt wurde bei schönstem Herbstwetter auch.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Heimleitung, dem Ehrenamtskoordinator und den Sozialarbeitern für die tolle Unterstützung und freuen uns auf das nächste Fest!

Wir bauen einen neuen Begegnungsgarten an einer Geflüchteten-Unterkunft in Berlin-Buch als Fortsetzung unseres bisherigen Gartenprojektes im AWO-Refugium Buch, für welches wir bereits im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Sonderwettbewerb „Soziale Natur – Natur für alle“ ausgezeichnet wurden.
Nach der Corona-Epidemie hat sich unsere Gartensaison etwas verzögert, aber wir schaffen es dennoch, die Bienen heranzulocken und Gemüse zum Reifen zu bringen. Erst am 7. Juli konnten wir Erde in die Hochbeete füllen und hatten schon Helfer aus der Unterkunft beim Hochbeetbauen und Erdeschippen gewonnen. Eine schöne Wildblumenwiese existierte schon.
Der Garten wird unter ökologischen Gesichtspunkten bewirtschaftet. Wir verzichten u.a. auf Kunstdünger und chemische Pflanzenschutzmittel. Er soll eine grüne Oase für ein besseres Klima für alle Bewohnerinnen und Bewohner werden.
Wir freuen uns über jede Unterstützung. Wir benötigen Sämereien, Pflanzen, Gartengeräte, Erde, Unterstützung für die Öffentlichkeitsarbeit, für die Arbeit mit den Kindern, für die Organisation und das Management. Wir nehmen am PSD-Wettbewerb teil, der am 8. September startet.
Timeline mit Daten, Fotos und Video:

Wir freuen uns sehr über die Wiederauszeichnung 2020. Das Projekt im AWO Refugium Buch existiert bereits seit fünf Jahren. Schon 2018 wurde das Gartenprojekt „Biologische Vielfalt statt diskriminierender Einfalt“ des Umweltbüro für Berlin-Brandenburg (ubb) als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ ausgezeichnet.
Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von Ehrenamtlichen, Heimbewohnern, der Heimleitung, Mitarbeitern des ubb und wird unterstützt von der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis sowie der Deutschen Postcode Lotterie. Das ubb unterhält zwei derartige Gartenprojekte in Berlin-Buch.
Das ubb hat mit seinen preisgekrönten Gartenprojekten Begegnungsstätten für Bewohner, Anwohner, Interessierte und Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion geschaffen. Dort können sie frei von Diskriminierung und Vorurteilen miteinander lernen und arbeiten.
Die Gärten werden unter ökologischen und nachhaltigen Gesichtspunkten bewirtschaftet. Dies beinhaltet den Verzicht auf Kunstdünger und chemische Pflanzenschutzmittel sowie die Verwendung samenfester Sorten und torffreier Erde.
Das Gartenprojekt ist entstanden aus einer Praktikums-Initiative der ESF-Weiterbildung im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz des ubb und besteht mittlerweile seit mehreren Jahren. Wir sind sehr dankbar für die finanzielle Unterstützung der Deutschen Postcode Lotterie, durch die die Fortsetzung dieses erfolgreichen Projektes gewährleistet wird.
Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für die biologische Vielfalt erklärt. Hintergrund ist ein kontinuierlicher Rückgang an Biodiversität in fast allen Ländern der Erde. Die Dekade soll die Bedeutung der Biodiversität für unser Leben bewusst machen und zum Handeln anregen.

![]()
Gartenprojekte des Ubb mit geflüchteten Menschen
Biologische Vielfalt statt diskriminierende Einfalt.
Die Gartenprojekte sind entstanden aus einer Praktikums-Initiative der ESF-Weiterbildung im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz des Ubb. Biologische Vielfalt ist in kleinsten Nischen möglich und bietet immer die Möglichkeit, ein winziges Stück Schöpfung zu bewahren.
Am 28. Juni 2018 wurde das Gartenprojekt „Biologische Vielfalt statt diskriminierender Einfalt“ des Umweltbüro für Berlin-Brandenburg (ubb) als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ ausgezeichnet.
Überreicht wurde die Auszeichnung von Harry Funk, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. „Es ist ein kleines, aber tolles Projekt, hier vor Ort und dennoch eingebunden in die Weltgemeinschaft unter dem Motto lokal handeln und global denken“, sagte Harry Funk bei der Preisverleihung im AWO-Refugium in Berlin-Buch.
Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von Ehrenamtlichen, Heimbewohnern, der Heimleitung, Mitarbeitern des ubb und wird unterstützt von der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis sowie der Deutschen Postcode Lotterie. Das ubb unterhält zwei derartige Gartenprojekte: in Berlin-Buch und in Spandau.
Das ubb hat mit seinen preisgekrönten Gartenprojekten Begegnungsstätten für Bewohner, Anwohner, Interessierte und Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion geschaffen. Dort können sie frei von Diskriminierung und Vorurteilen miteinander lernen und arbeiten.
Die Gärten werden unter ökologischen und nachhaltigen Gesichtspunkten bewirtschaftet. Dies beinhaltet den Verzicht auf Kunstdünger und chemische Pflanzenschutzmittel sowie die Verwendung samenfester Sorten und torffreier Erde.
Das Gartenprojekt ist entstanden aus einer Praktikums-Initiative der ESF-Weiterbildung im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz des ubb und besteht mittlerweile seit fast drei Jahren. Wir sind sehr dankbar für die finanzielle Unterstützung der Deutschen Postcode Lotterie, durch die die Fortsetzung dieses erfolgreichen Projektes gewährleistet wird.
Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für die biologische Vielfalt erklärt. Hintergrund ist ein kontinuierlicher Rückgang an Biodiversität in fast allen Ländern der Erde. Die Dekade soll die Bedeutung der Biodiversität für unser Leben bewusst machen und zum Handeln anregen.

![]()
Der „Garten Buch“ befindet sich in Berlin-Buch.
Adresse:
AWO Refugium Buch
Groscurthstraße 33
13125 Berlin
Der Garten Buch ist ein „Kisten-Garten“ und wurde im November 2015 angelegt. Er ist noch im Aufbau und die erste Gartensaison startet dieses Frühjahr. Weitere Infos dann an dieser Stelle!
![]()
Ziel der Gartenprojekte ist es, Orte zu schaffen, an denen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion frei von Diskriminierung und Vorurteilen miteinander lernen und arbeiten können.
Es sollen Begegnungsstätten für Bewohner, Anwohner sowie Interessierte entstehen – Räume, in denen sich verschiedene Menschen kennenlernen und dem jeweils anderen Kulturkreis öffnen können.
Die Gärten werden unter ökologischen und nachhaltigen Gesichtspunkten bewirtschaftet. Dies beinhaltet den Verzicht auf Kunstdünger und chemische Pflanzenschutzmittel sowie die Verwendung samenfester Sorten und torffreier Erde.
2015 erhielt der Willkommens-Kultur-Garten in Spandau im Wettbewerb „Urbane Paradiese – unsere grünen Stadträume“ der Grünen Liga Berlin e.V. und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin den 2. Platz.
Bei der Verwirklichung der Projekte haben uns zahlreiche Institutionen, Einrichtungen und engagierte Menschen unterstützt. Dafür bedanken wir uns herzlich.
BMFSFJ
Demokratie leben!
ARCHE NOAH
anstiftung

Umweltbüro für Berlin-Brandenburg e.V.
Claudia Delbrügge, Ilona Winter
Ueckermünder Straße 3
10439 Berlin
Telefon: 030 4213700
Website: www.ubb.de
Insgesamt 207 Spiele erfasst. Sortiert nach Gesamtbewertung.
Baumriesen und Naturdenkmale in Berlin

In ihrem Song „Mein Freund der Baum“ besang die deutsche Schlagersängerin Alexandra das Schicksal eines Baumes ...
Bei einem aufmerksamen Spaziergang durch Berlin lassen sich zahlreiche bemerkenswerte Baumriesen und Naturdenkmale entdecken ...
„Bäume haben eine andere Zeitdimension als Menschen“, sagte Astrid Höfer ...
Insgesamt stehen in Berlin 708 Naturdenkmale unter besonderem Schutz ...
Naturdenkmäler sind rechtsverbindlich festgesetzte Einzelschöpfungen der Natur ...
Wer wissen möchte, wie alt ein Baum ist, kann den Stammumfang messen. Der Umfang in Zentimetern geteilt durch 3 ergibt das Mindestalter, geteilt durch 2 das Höchstalter.
Der Bundesverband Pflanzenzüchter informiert
Pflanzenzüchtung ist in der Öffentlichkeit kaum ein Thema. Auch in den Medien wird es nur selten behandelt. Somit ist der Kenntnisstand dazu in der Bevölkerung auch relativ gering. Die Grüne Woche bot dieses Jahr den Anlass, sich des Themas etwas intensiver anzunehmen. Der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e.V. (BDP) wies darauf hin, dass durch Pflanzenzüchtung der Ertrag und die Qualität von Pflanzen, die für die Ernährung des Menschen wichtig sind, deutlich gesteigert werden. "Neben der Qualitätsverbesserung von Kulturpflanzen ist die Steigerung der Widerstandsfähigkeit gegenüber widrigen Umweltbedingungen ein zentraler Bereich der Pflanzenzüchtung und angesichts der sich zurzeit rasch verändernden Wetter- und Klimabedingungen hochaktuell", steht im Geschäftsbericht des BDP. "Wir sind jedoch weit vom Endprodukt entfernt, so dass die Menschen folgerichtig wenig Kenntnis über Pflanzenzüchtung haben. Es ist schwer, den Verbraucher mit diesem Thema zu erreichen", weiß Stephanie Franck, Vorsitzende des BDP und stellvertretende Vorsitzende der Gemeinschaft zur Förderung von Pflanzeninnovation.
Eine Umfrage zum Thema Pflanzenzüchtung im Auftrag des BDP hat ergeben, dass sich über 70 Prozent der Bevölkerung unzureichend über Pflanzenzüchtung informiert fühlt. Zwar ist den meisten Befragten die Anzahl an Pflanzen nicht bekannt, die in Deutschland züchterisch bearbeitet werden. Doch die bekannteste Züchtungsmethode, die die meisten kennen, ist die Gentechnik, die jedoch keinen guten Ruf hat. Über 80 Prozent gaben an, schon einmal über Gentechnik gehört zu haben. Die meisten der Befragten halten die Gentechnik für eine verzichtbare Methode. Die Züchtungsmethode "Kreuzung und Auslese" ist über 70 Prozent der Befragten ein Begriff, die als notwendig für die Entwicklung neuer Pflanzensorten angesehen wird.
Als Hauptakteure in der Pflanzenzüchtung werden von fast 80 Prozent Forschungseinrichtungen genannt. Großkonzerne werden von der Hälfte der Befragten mit der Pflanzenzüchtung in Verbindung gebracht. Ein Drittel sehen den Lebensmitteleinzelhandel als Player auf diesem Gebiet. Und 13 Prozent haben die Pflanzenzüchtung bei der Politik angesiedelt. Fast 60 Prozent halten die Hungerbekämpfung für das größte Potenzial der Pflanzenzüchtung. Grundsätzlich hält die überwiegende Mehrheit die staatliche Prüfung und Zulassung bei einer neuen Pflanzensorte für notwendig. Nur 16 Prozent stehen der Pflanzenzüchtung grundsätzlich kritisch gegenüber.
Mit der ersten Auslese von Urformen des Weizens im fruchtbaren Zweistromland begann vor etwa 12.000 Jahren die Pflanzenzüchtung. Über Jahrtausende wurden die Werkzeuge der Pflanzenzüchtung weiterentwickelt, um bessere Sorten und hochwertiges Saatgut zu erzeugen. Heute bedienen sich die Unternehmen verschiedener Methoden, um die Züchtungsziele zu erreichen. Pflanzenzüchtung hat sich zu einer Spitzentechnologie entwickelt.
Volker Voss
Aus. "Meilensteine der Pflanzenzüchtung" bdp-online.de, Pressekonferenz des BDP auf der Grünen Woche 2020
Fairtradebekleidung oder Billigkram?
Der Reihe nach kommen die Models schnellen Schrittes mit eleganten Bewegungen auf die Bühne und präsentieren modische Kreationen. Es sind wahrlich schicke Kleidungsstücke, die dort auf der Messe während einer Veranstaltungsreihe des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit für Fairtrade-Produkte präsentiert werden.
Sie unterscheiden sich auf den ersten Blick kaum von herkömmlicher Kleidung. Tatsächlich gibt es jedoch erhebliche Unterschiede: Die Materialien werden aus naturbelassenen Stoffen gefertigt, also ohne den Einsatz von Gentechnik, Pestiziden oder Chemie.
Beispielsweise werden die vorgestellten Schuhe aus Rhabarber- und Lachsleder umweltschonend hergestellt. Auch die soziale Komponente spielt eine wichtige Rolle. Bei Fairtrade-Produkten ist sichergestellt, dass in den Herstellerländern Löhne gezahlt werden, die ein menschenwürdiges Leben ermöglichen.
"Faire Kleidung wird eher noch belächelt und es gibt viele Vorurteile", sagte Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller auf der Veranstaltung. Faire Kleidung sei bislang auch kaum ein Thema auf Modeschauen. "Dabei kann faire Kleidung richtig cool und sexy sein und sogar gut aussehen", findet Topmodel Barbara Meier, die eigens zu der Veranstaltung angereist ist. Auch kann man nicht einfach ins Geschäft gehen und faire Kleidung kaufen. Dazu muss man erst im Internet recherchieren, wo derartige Kleidung überhaupt erhältlich ist, erläutert Topmodel Meier die Problematik.
In Bangladesch beispielsweise würden die Kleidungsstücke für fünf Euro von ausländischen Händlern eingekauft und gehen hier nicht selten für 100 Euro das Stück über den Ladentisch, während die Näherinnen vor Ort gerade mal 15 Cent die Stunde verdienen – ein Lohn, von dem eine Näherin wohl kaum leben kann, so der Bundesminister. Das ist durchaus ein Extrembeispiel, es geht auch billiger als für 100 Euro für ein Kleidungsstück. Denn macht Otto-Normalverbraucher eine Shoppingtour durch die Geschäftsstraßen hiesiger Großstädte, finden sich hier und da auch die Läden, wo einem die Klamotten, im wahrsten Sinne des Wortes, für 'nen Appel und 'nen Ei hinterher geschmissen werden – nach dem Motto: "Billig, billig, billig!" Warum das so ist, weiß Minister Müller auch: "Viele Unternehmen arbeiten daran, die Mindeststandards so niedrig wie möglich zu halten. Es steckt ein enormer Druck der Lobbygruppen dahinter." Es werde allerdings mit den Regierungen vor Ort verhandelt, bestimmte Mindeststandards, also menschenwürdige Mindestlöhne, verbindlich festzulegen. "Es existiert bereits ein solches Gesetz in Brüssel, doch die Lobby ist zu stark, um es umzusetzen", so der Minister. Doch seien bereits etwa 50 Prozent der großen Bekleidungsketten bereit, Mindeststandards einzuhalten.
Doch wie sind die hiesigen Kaufgewohnheiten eigentlich? Die Deutschen haben im Durchschnitt 50 Kilo Kleidungsstücke im Schrank und 60 neue Kleidungsstücke kauft sich der Bundesbürger jedes Jahr neu, rechnete Bundesentwicklungsminister Gerd Müller vor. Aber er überraschte noch weiter: 40 Prozent davon würden nie oder nur selten getragen. Bedenkt man dann noch, unter welchen Bedingungen die meisten Kleidungsstücke produziert werden, stellt sich die Frage, wie fair und nachhaltig ist mein Kleiderschrank überhaupt?
Um diese alternative Veranstaltung auch kulinarisch abzurunden, führten Bundesminister Müller und Topmodel Meier vor, was für Millionen Menschen in anderen Ländern Nahrungsgrundlage ist: gegrillte Heuschrecken.
Volker Voss
Immer mehr Deutsche sind mit dem Rad unterwegs
Laut dem Internetportal „Holland Fahrradland“ wird nirgendwo sonst auf der Welt so viel Fahrrad gefahren wie in den Niederlanden. Es soll in dem Nachbarland sogar mehr Fahrräder als Menschen geben. Ob Deutschland mit den Niederlanden in Sachen Radverkehr tatsächlich mithalten kann, ist umstritten. Die aktuellen Zahlen zum Radfahren in Deutschland können sich jedoch durchaus sehen lassen.
„Radfahren in Deutschland wird generell immer beliebter“, sagte Frank Hofmann, Mitglied des Bundesvorstands des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), bei der Vorstellung der aktuellen ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse 2019 auf der ITB in Berlin.
Demnach fahren 79 Prozent der Deutschen „gelegentlich“ bis „regelmäßig“ mit dem Fahrrad. Das verbucht der ADFC als neuen Rekord. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von fünf Prozentpunkten. Davon gaben 32 Prozent der Befragten an, regelmäßig mit dem Rad zu fahren, während etwas mehr als 47 Prozent es gelegentlich nutzen.
Rund 5,5 Millionen Deutsche haben im Jahr 2018 mindestens eine Radreise unternommen. Das entspricht etwa acht Prozent der Bevölkerung. Besonders stark stieg die Zahl der Tagesausflügler. Inzwischen unternimmt jeder zweite Deutsche Tagestouren mit dem Fahrrad und verbindet diese häufig mit gastronomischen oder kulturellen Angeboten.
Interessant ist auch die Frage, wofür das Fahrrad genutzt wird. Knapp 75 Prozent der Befragten verwenden es für Alltagswege, mehr als 50 Prozent für Ausflüge und Reisen. Nach Einschätzung Hofmanns sind die Deutschen auch auf zwei Rädern regelrechte „Reiseweltmeister“. Knapp 30 Prozent nutzen das Fahrrad aus sportlichen Gründen. Der boomende Radtourismus sei damit ein „integraler Bestandteil des deutschen Aktivtourismus“.
Deutschland ist zudem ein wichtiges Reiseziel für Radfahrer aus vielen anderen Ländern. Dennoch gibt es weiterhin Verbesserungsbedarf. Als Beispiel nennt Hofmann die Bahn, die zwar das beliebteste Transportmittel für Fahrräder sei, deren „Flickenteppich an Regelungen“ jedoch noch optimiert werden müsse.
Weitere Informationen und die vollständige Radreiseanalyse finden Sie unter: www.adfc.de/radreiseanalyse
Volker Voss
Landwirtschaft für Europa
Der diesjährige Kritische Agrarbericht, vorgestellt zum Auftakt der Grünen Woche Berlin und herausgegeben vom AgrarBündnis e.V., versteht sich als „Buch der Bewegung“ mit fundierter Kritik am derzeitigen Agrarsystem, aber auch mit guten Konzepten und Ideen, wie es anders gehen könnte. Schwerpunkt der diesjährigen Ausgabe ist „Landwirtschaft für Europa“. Im Jahr der Europawahl und der anstehenden EU-Agrarreform werden Vorschläge vorgestellt, wie diese nachhaltig umgesetzt werden kann – mit einer Vision von einer Landwirtschaft für Europa, die den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen entspricht.
Themen sind unter anderem die Macht der Agrarkonzerne, der ökologische Landbau, die Bodenmarktpolitik, die Digitalisierung sowie die neue Düngeverordnung.
Es werden aktuelle Probleme wie die ungerechte Verteilung von Subventionen an Agrarbetriebe behandelt. „So müssen die bisher pauschal je Hektar Fläche gezahlten Gelder überführt werden in eine zielgerichtete Honorierung konkreter Leistungen der Betriebe für Umwelt, Tierschutz und lebendige Dörfer“, regt Bernd Voß von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft bei der Vorstellung des neuen Kritischen Agrarberichts an.
Hubert Weiger, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), verweist darauf, dass „in den letzten 27 Jahren die Biomasse der Insekten in Deutschland um 76 Prozent abgenommen hat. In landwirtschaftlich genutzten Gebieten könnte es noch drastischer sein, da besonders dort Pestizide eingesetzt werden und Lebensräume fehlen. Von den etwa 560 Wildbienenarten, die in Deutschland heimisch waren, sind 50 Prozent ausgestorben oder bestandsgefährdet.“ Ohne eine Kurswende in der Agrarpolitik seien die Insekten nicht zu schützen.
Außerdem wird darauf verwiesen, dass die Vereinten Nationen bereits 2015 eine nachhaltige Entwicklung weltweit beschlossen haben. Diese gelte es umzusetzen. Die Ressource Boden sei weltweit begrenzt und werde zunehmend von kapitalkräftigen Investoren als Spekulationsobjekt entdeckt, kritisiert Frieder Thomas, Geschäftsführer des Agrarbündnisses.
Themenfelder des Agrarberichts:
Um der Vision einer „Landwirtschaft für Europa“ zum Durchbruch zu verhelfen, seien gute Argumente notwendig. „Die kann man im Kritischen Agrarbericht finden“, empfiehlt Frieder Thomas.
Volker Voss
ISBN: 978-3-930413-66-9
344 Seiten, 24,- €
Hrsg. AgrarBündnis e.V.
www.kritischer-agrarbericht.de
Aktuell: Praxisnahe Weiterbildung im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz für Frauen

Im Rahmen eines ESF - geförderten Projektes werden praxisorientierte Kurse im Themensegment Umweltschutz angeboten. Wir freuen uns, dass wir kompetente Dozenten aus Wirtschaftsunternehmen und mit europaweiten Erfahrungen gewinnen konnten.
Das Projekt "Praxisnahe Weiterbildung im Umwelt-, Naturschutz- und Klimaschutz für Frauen" wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Abteilung Frauen und Gleichstellung.
![]()

Flyer zum Download: